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ÜBER      

MICH 


Wie sie aus meinem Lebenslauf entnehmen können, bin ich auch ordinierte Zen Nonne. Von daher gebe ich Ihnen folgend ein paar Einblicke dazu. 


 Was ist Zen? 

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ZEN

Was ist Zen? 

Viele kennen das Wort Zen. Wenige wissen was es bedeutet. Und fast niemand praktiziert es. 

Das Wort "Zen" bedeutet Meditation, oder auch Konzentration. Es leitet 
sich aus dem indischen Wort "Dhyana" und aus dem chinesischen Wort "ch’an" her.

"Zen" wird als eine Art von Wachsamkeit und Selbsterkenntnis betrachtet. 

Was ist Zazen?


Die durch die sitzende Körperhaltung "Za = Sitzen" während des "Zazen" praktiziert wird.  
"Zazen" ist also die Haltung des Erwachens, die von Shakyamuni Buddha gelehrt wurde. 
Im  Zazen wird die Aufmerksamkeit auf die Atmung, auf die Geisteshaltung und die Körperhaltung gegeben und es entsteht eine innere Offenheit dem Leben und dem Vergehen gegenüber.

Eine aufmerksame Haltung, die im Bezug zu allen Handlungen des täglichen Lebens steht. 
Das von mir praktizierte "Zazen" ist mir  original so übermittelt worden, wie in der Zeit von Buddhas spiritueller Suche, der vor 2500 Jahre in Indien lebte.
Buddha lehrte und  verstand sehr gut, das selbst, wenn man alles materielle besitzt, man niemals zufrieden sein kann. 

Weil das wirkliche Glück eben nicht davon abhängt, was man besitzt, sondern davon was man ist und wie man ist. 
Mit dem „in sich selber“ Suchen und Finden des wirklichen Grundes vom menschlichen Leiden. 
So realisiert der/die Praktizierende das Erwachen durch das Sitzen in Zazen.
Dieses Erwachen wurde von Indien nach China, und von dort dann nach Japan weitergegeben. In den USA wurde es von Meister Shunryu Suzuki Roshi (1955) übermittelt, und mit der Ankunft von Meister Taisen Deshimaru im Jahr 1967 nach Europa.

Diese Erfahrungen des Erwachens, die wir selber direkt machen können, kann als  Ursprung der bedeutenden spirituellen Strömung des Friedens für die Menschen bedeuten. 













ZAZEN

die Haltung des Körpers
Die Augen sind geöffnet . 
Der Blick ist gesenkt. 
Die Atmung ist ruhig und tief. 







Meine bisherigen Dojos (Orte der Praxis und Lehre) 

Zuerst praktizierte ich mehrere Jahre Zazen im Zendojo Muijoij Zürich.   
www.zen.ch

Dann folgten mehrere Jahre regelmässige Praxis im Dojo Mokusho in Turin (Italien) Via Principe Amedeo
www.mokusho.it

Dann mehrere Jahre im Dojo Bodai in Alba (Italien)
Dieses Dojo Bodai habe ich zusammen mit Beppe Mokuza Signoritti 2008 gegründet. 
www.bodai.it
www.Zen Tempel Asti.it

Dann praktizierte ich mehrere Jahre in Bern im "Dojo Zenposan" heute genannt Zendojo Bern.
www.zendojo.ch

  im Zentempel "La Gendronniere" an mehreren längeren Sommer-Sesshins.
www.zen-azi.org


Hier DANKE ich all denjenigen, welchen ich während und  durch die Praxis des Zazen begegnen durfte. Danke an alle, welche mir den "Spiegel" hingehalten haben, gelehrt, kritisiert und angenommen haben. 
GASSHO

Was ist ein Sesshin?


1995 machte ich in Urnäsch mit dem Zenmeister Meiho Michel Bovay ein erstes Zensesshin. Dies hat mich damals wie heute bei jedem Sesshin enorm berührt und fasziniert. 
In meinem Leben dann folgten viele Sesshins. Diese dauern zwischen 3 Tage bis mehrere Wochen.
Aber was ist  das eigentlich: ein Sesshin? 
Ein Sesshin bedeutet wörtlich: " den wahren Geist berühren, mit sich selbst vertraut werden, mit seinem eigenen Körper und eigenen Geist vertraut werden" 
Es handelt sich bei einem sogenannten Sesshin um längere Übungsperioden, welche dem Zazen gewidmet werden. Dabei bleibt man neben dem Zazen und der mündichen Unterweisung während des Zazen  in Verbindung mit den täglichen Handlungan: kochen, putzen und gemeinsam essen. Nähen und Wenig schlafen. Man kann an den Meister und ältere praktzierende Fragen stellen. 
Dadurch kann der eigene Egoismus erkannt und aufgegeben werden. Man kann wieder in den Einklang mit sich selber, den Anderen und der kosmischen Ordnung gelangen. 






Musho-

toku 

Mushotoku ist ein Begriff aus der Zen-Lehre.
Er besagt: Ohne Streben nach persönlichem Gewinn. Ohne Ziel und Zweck, das Beste tun.
In den  sogenannten Wegkünsten wird dafür der Begriff  "Satori" gebraucht. Dieser Zustand macht es dem Menschen möglich, den Weltzusammenhang intuitiv zu erfassen, und ihn nicht bloss als Gegenstand zu betrachten. 
So entsteht die innere Lage, die geraden und beschränkenden Denklinien des Intellekts zu verlassen, und ein intuitives Denken wird entwickelt.
Diese Erfahrung wird im Soto-Zen durch stillschweigendes Meditieren (Shikantaza) bewirkt. 






"Das Zazen, von dem ich spreche,
ist nicht das Erlernen einer Meditation.
Es ist nichts anderes
als die Lehre des Friedens und des Glücks,
die PraxisVerwirklichung vollkommenen Erwachens.
Zazen ist der Ausdruck der endgültigen Wirklichkeit.
Es ist nicht wichtig,
ob man intelligent ist oder nicht.
Es gibt keinen Unterschied
zwischen dem Klugen und dem Dummen.
Die Bemühung, sich aus ganzem Herzen zu konzentrieren,
ist in sich selbst schon den Weg bewältigen.
Die PraxisVerwirklichung ist
von Natur aus rein.
Vorwärtsschreiten ist etwas Alltägliches."

Eihei Dogen Zenji
 

 




      Bild : Meister Roland Yuno Rech während einer Ordinatin 

Tradition Zen 

Hier eine Frage von einer Zen-Praktizierenden an Meister Roland Yuno Rech und seine Antwort.
Bild: Roland Yuno Rech schneidet eine Strähne ab bei der Ordination

FRAGE:

Ich habe manchmal Schwierigkeiten mit den Begriffen Mönch und Nonne, die in unserer Tradition verwendet werden, aber schon belegt sind. Das erweckt einerseits Assoziationen mit christlichen Mönchen und Nonnen, aber auch mit buddhistischen Mönchen und Nonnen, die wesentlich strenger leben als wir.
Ich habe oft das Gefühl, dass ich diesen Erwartungen nicht gerecht werden kann, und frage mich manchmal, ob es nicht besser wäre, einen neutraleren Begriff zu wählen?

ANTWORT:
Das ist nicht nötig. Man muss nur erklären, dass in unserer Zen-Tradition Mönche und Nonnen kein Gelübde der Keuschheit ablegen. Das reicht und ist nicht sehr schwer zu verstehen. Außerdem sind wir da nicht die einzigen: Protestantischen Pastoren, die Popen der orthodoxen Kirche, die Rabbiner - das sind drei wichtige religiöse Gruppen - haben nicht nur kein Keuschheits-Gelübde, sondern werden sogar ermutigt, eine Familie zu gründen und Kinder zu haben. Das hindert sie nicht daran, völlig auf ihre Spiritualität konzentriert zu sein. Es ist Teil ihrer religiösen Praxis, sich um ihre Familie zu kümmern.

‚'Monos', Mönch, bedeutet von der griechischen Etymologie her nicht nur ‚'allein sein', sondern auch ‚'eins sein'. Das ist die wichtigste ursprüngliche Bedeutung des Wortes, wirklich eins zu sein mit dem Weg, dem man folgt. Diesen Weg wirklich ins Zentrum seines Lebens zu stellen. Eins mit dem Dharma zu sein, mit der Wahrheit, zu der man erwacht und wirklich darauf konzentriert zu sein.

Zölibatär zu leben oder nicht, ist eine Lebensweise. Man kann finden, dass es besser ist, zölibatär zu leben, oder man kann es besser finden, verheiratet zu sein um dieses Leben, von dem ich gesprochen habe, zu führen. - Wenn man heiratet, sollte aber der Partner oder die Partnerin mit dem spirituellen Weg, dem man folgt, einverstanden sein, sie sollten ihn teilen, sonst wird es schwierig.

Aber ich glaube nicht, dass das schwierig zu erklären ist. Leute, die das nicht akzeptieren wollen, haben einen spirituellen Hochmut entwickelt: ‚'Wir sind überlegen, weil wir ein Keuschheitsgelübde abgelegt haben.' - Genauso können Menschen, die die Kai sehr respektieren, einen spirituellen Hochmut entwickeln. Damit übertreten sie die Kai. Wenn man sich anderen überlegen fühlt, weil man die Kai strickt befolgt, verstößt man gegen sie. Den Geist zu respektieren ist wichtiger.

Mönch oder Nonne zu sein bedeutet eins zu sein, eins mit dem Geist Buddhas. Das ist nicht schwierig zu erklären. Und wenn die Leute es nicht verstehen oder es nicht verstehen wollen, bleiben sie halt bei ihrer Vorstellung von Mönch und Nonne. Darüber brauchst du nicht stundenlang zu diskutieren. Du musst nur Vertrauen haben, dass du eine wirkliche Nonne bist. 










Bild: Ordination 31.08.2008 durch Meister Roland Yuno Rech 

Die Ordination

Was bedeutet die Ordination im Zen?
Bei der Ordination übergibt der Meister oder die Meisterin dem Schüler oder der Schülerin das Kesa
(genannt auch Gewand Buddhas)  und während dieser strukturierten Zeremonie erhält der Schüler/die Schülerin Zuflucht zu den Geboten und den 3 Schätzen.  
Er/ sie erhält sein/ ihr Dharmaname, welcher der Meister oder die Meisterin für sie/ihn  ausgewählt hat.
 Die Haar werden geschnitten wenn möglich rasiert.  Die Haare  sind das Symbol für Anhaftung und  Illusionen, welche sich täglich über uns legen und somit Leiden schaffen.
Und der oder diejnige welcher die Ordination erhält, macht 3 Niederwerfungen  in der Richtung der eigenen Eltern.  

Das Kesa wird, in meiner Tradition von Hand genäht und dazu wird oft viel Zeit benötigt. Manche nähen auch für andere. 

Ich brauchte mehrere Jahre, um zuerst mein Rakusu und dann mein Kesa zu nähen und die Ordination zu erhalten. 
Andere sind da manchmal viel schneller. 
Das Nähen am und mit dem Kesa hat mich Geduld, Ausdauer, Freude und Glück gelehrt. 

2008 erhielt ich vom Meister Roland Yuno Rech die Ordination und das Kesa im 
Zentempel "La Gendronnière" in Frankreich. 


Gendronnière 31.08.2008

Mein Dharmaname ist:
MYOGEN
Was soviel bedeutet wie
" Quelle des Lichtes" 

Schönheit  

Wenn Achtsamkeit etwas 
Schönes berührt , offenbart sie dessen Schönheit.
Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und
heilt es.
(Thich Nath Hanh)

 Was ist ein Kesa? 

Das Kesa ist das Gewand Buddhas. Wir tragen es mit fünf, mit sieben, mit neun Bahnen. Das fünfbahnige Kesa wird Rakusu genannt.
 Mönchen und Nonnen  tragen normalerweise ein Kesa mit 7 oder 9 Banden. 
Das Kesa mit 9 Bahnen wird bei wichtigen Zeremonien getragen. 
Die Art und Weise, wie das Kesa genäht wird, wurde seit Buddhas Zeiten durch die Praxis von Zazen weitergegeben.
An den Orten, an denen die Leichen verbrannt wurden, so heisst es, habe Buddha damals die  Stoffresten eingesammelt. Er habe sie gewaschen, gefärbt, zusammengenäht und sich auf diese Weise sein Gewand / Kleid gemacht. 
Aus den Resten der Leichentücher und aus dem, was die Menschen verachteten, entstand das Gewand Buddhas, das Gewand des Erwachens.

 KESA VERS -TAKKESA GE 

 

Vor dem Beginn des Zazen legen wir das Kesa auf den Kopf, auf die höchste Stelle des Körpers, und rezitieren den Kesa-Vers, das Takkesa ge.


Dai sai gedap-puku
Gewand der Großen Befreiung,
Musô fuku den e
Kesa des Feldes unbegrenzten Glücks.
Hi bu nyorai kyo
Voller Vertrauen tragen wir die Unterweisung Buddhas
Ko do shoshu jo
und führen alle fühlenden Wesen zur Befreiung. 

Glück  

Diese Praxis, diese Befreiung, dieses Glück, dieses Kesa ist seit Buddha weitergegeben worden, ist bis zu uns gekommen. 
 Schon allein das ist Grund genug, dem Kesa Respekt zu bezeugen und es auf den 
Kopf zu legen. 
Das Kesa geht über uns hinaus, übersteigt uns. Wenn wir das Kesa respektieren, wenn wir es sorgfältig nähen, ermöglichen wir es dieser Praxis, dieser Großen Befreiung, diesem völligen Glück, weiter zu existieren

 Geduld 

Ein Kesa zu nähen, erfordert eine große Praxis der  Geduld und Konzentration. Während man am Kesa näht, kann man nicht dazu noch was anderes tun, man kann sich nicht unterhalten, nicht ins Kino gehen, nicht etwas anderes tun. 
Man gibt. 
Ein Kesa nähen ist wie ein Fuse, eine Gabe: Man gibt etwas von sich selbst, seine Energie, seine Aufmerksamkeit. Man gibt Zeit, um dieses Gewand der Praxis zu schaffen. Allein die Tatsache, es zu nähen, ist bereits eine Praxis des Loslassens. Das kann man lernen zu verstehen. 
Durch unsere Praxis mit dem Kesa erhält es die Macht oder die Kraft der Befreiung.  Wir lassen Dinge oder Verhaltensweisen los welche uns selber oder und andere ins Leiden bringen. 
Das Kesa erinnert uns an eine Dimension das jenseits des menschlichen Egos ist. 
         Das ist die Kraft des Kesas. 

Illusionen  

  Das Kesa wird nicht als magischen Gegenstand betrachtet und man sollte vermeiden es mit Gier zu betrachten, indem man denkt, dass es Verdienste bringt.  
 Im Gegenteil, dann wird das Kesa zu einer Illusion. 
Das Kesa sollte uns immer an das rechte Denken erinnern,  dasjenige "Denken" welches die Quelle der wahren Befreiung ist.
Mushotoku.
-


 

Nichts Besonderes 


"Zen ist kein besonderer Zustand, 
sondern der Normalzustand: 
still, friedlich, unaufgeregt. 
Beim Zazen gibt es weder Absicht, Analyse, konkrete Anstrengung noch Vorstellungskraft. 
Es genügt, ohne Heuchelei, Dogmatismus und Arroganz zu sein und alle Gegensätze zu akzeptieren."

T. Deshimaru 

 


 

BILD:Hishiryo

Quelle:Hôkyô Zanmai  
(das Samâdhi  des Schatzspiegels , Zen Text  von Meister Tôzan ( 807-869)
Ūbersetzung und Kommentare von Taisen Deshimaru- Rôshi) 

"Ein Schüler fragt Meister Yakusan: 

"Wie müssen wir beim Zazen denken?"
Meister Yakusan antwortete: 
" Wir müssen mit den Nicht-Denken denken."
Daraufhin fragt der Schüler weiter: 
" Wie können wir mit dem Nicht-Denken denken?" 
Yakusan antwortete: 
'HISHIRYO'

Später benutzte Meister Dogen dieses Wort in seinem Kusen  " Das Reich von Hishiryo ist das Reich des Budha" Vollkommenes Schweigen. 
Gleichwohl gibt es eine Sprache . Die hier gemeinte Sprache würde der der Babys oder der Stummen gleichen .
Es ist die geheime Sprache des Buddha




 


Das Gesetz 
wechselseitigen der 
Abhängigkeit 
Und die Gelegenheit 
Können verwirklicht werden 
In der Klarheit 
Und Stille des Herzens 


QUELLE: Hôkyô Zanmai  
(das Samâdhi  des Schatzspiegels , Zen Text  von Meister Tôzan ( 807-869)
Ūbersetzung und Kommentare von Taisen Deshimaru- Rôshi) 



Im Zen heisst die Methode , mit dem man weiter auf dem Weg voran kommt der " Weg des Vogels" .
Der Weg des Vogels  hat weder eine festgelegte Route noch ist er durch irgendwelche Hinweise gekennzeichnet.
Es gibt keine Spuren auf ihm.
 Kühe und Pferde lassen ihre Abdrücke auf dem Weg zurück.

Dogen schrieb im Sanshodei: 

Ohne jegliche Spuren zu hinterterlassen, 
Schwimmt die Ente auf dem Wasser hin und her.
Dennoch vergisst sie niemals ihren Weg.